Kurz gefasst: Wer als Deutscher eine Firma in Dubai gründet oder dorthin auswandert, profitiert von attraktiven Steuersätzen – muss aber deutsches Recht mitdenken: die Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG bei GmbH-Anteilen, den „Ort der Geschäftsleitung“ nach § 10 AO sowie die jährliche Nachweispflicht als Qualifying Free Zone Person. AK VenturePath begleitet die operative Gründung vor Ort, PSK Steuerberatung die steuerliche Struktur in Deutschland – aus einer Hand.
Warum die Auswanderung nach Dubai 2025 einen neuen Höchststand erreichte
Deutschland verzeichnete 2025 einen Wanderungsverlust von rund 97.000 Personen bei den eigenen Staatsangehörigen – so hoch wie nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005 und deutlich mehr als im Vorjahr (2024: rund 81.000 Personen), wie das Statistische Bundesamt im Juni 2026 mitteilte1. Dubai gehört für Unternehmer und Selbstständige zu den gefragtesten Zielen: niedrige Unternehmenssteuern, keine persönliche Einkommensteuer und ein pragmatisches Umfeld für Firmengründungen. Wer diesen Schritt plant, sollte sich jedoch nicht nur auf Sonnenschein und Steuersätze konzentrieren, sondern die rechtlichen und steuerlichen Fallstricke von Anfang an im Blick haben. Genau hier setzt AK VenturePath in Kooperation mit dem deutschen Steuerberater Paul Simon Kasper und der PSK Steuerberatung an.
Warum überhaupt eine Agentur einschalten?
Viele angehende Unternehmer, die sich zum ersten Mal mit einer Firmengründung im Ausland beschäftigen, denken zunächst: Das klingt machbar, die Agenturkosten kann ich mir sparen. Eine Firma in Dubai lässt sich zwar auch im Alleingang gründen – günstiger ist das in den seltensten Fällen.
Der Vergleich mit dem Hausbau trifft es gut: Man baut in der Regel nicht ohne Architekten, sondern vertraut dem Rat von Fachleuten, damit am Ende keine Leitungen an der falschen Stelle liegen. Genauso verhält es sich bei einer Firmengründung in den VAE – kleine Fehler bei Behördengängen, fehlenden Unterlagen oder der falschen Freezone-Wahl können teuer werden.
Eine erfahrene Agentur wie AK VenturePath hilft in Zusammenarbeit mit der PSK Steuerberatung dabei, genau solche Fehler zu vermeiden:
- Kenntnis der zuständigen Behörden und der richtigen Wege durch den bürokratischen Prozess
- Checklisten der beizubringenden Unterlagen, damit nichts vergessen wird
- Gemeinsame Auswahl der passenden Firmenart und Freezone für Ihre individuellen Ziele
- Vollständige Vorbereitung aller Gründungsunterlagen
- Unterstützung bei der oft langwierigen Kontoeröffnung über etablierte Bankpartner
Als Agentur erhält man bei bestimmten staatlichen Gründungsgebühren Rabatte, die 1:1 an Kunden weitergegeben werden – wodurch sich die vermeintlichen Mehrkosten der Agenturleistung deutlich relativieren. Hinzu kommt: Unnötige Mehrkosten durch längere Aufenthalte vor Ort, mehrfache Einreisen wegen fehlender Unterlagen sowie Zeitverluste bei Behördensuche oder Bankgesprächen lassen sich so vermeiden. Einen strukturierten Ablauf für Ihre Firmengründung in Dubai finden Sie in unserer Leistungsübersicht.
Braucht man einen Gesellschafter vor Ort?
Nein – auch als Ausländer können Sie in Dubai eine Firma gründen, die Ihnen zu 100 % allein gehört, ohne lokalen Partner. Entscheidend ist dabei aber, die steuerlichen Regeln im Blick zu behalten, insbesondere den sogenannten „Ort der Geschäftsleitung“.
Nach § 10 der deutschen Abgabenordnung befindet sich die Geschäftsleitung dort, wo der maßgebliche unternehmerische Wille gebildet wird und die für die laufende Geschäftsführung notwendigen Entscheidungen tatsächlich getroffen werden. Wird dieser Ort faktisch weiterhin in Deutschland gehalten – etwa weil der Gründer sein Tagesgeschäft überwiegend von Deutschland aus steuert –, kann eine deutsche Steuerpflicht der Einkünfte der ausländischen Gesellschaft entstehen, obwohl die Firma formal in Dubai registriert ist. Genau das gilt es durch eine saubere Struktur und tatsächliche Substanz vor Ort zu vermeiden.
Bankkonto in den VAE: Prozess und Zinsen
Nach erfolgter Firmengründung besteht grundsätzlich die Möglichkeit, für die Firma ein Bankkonto in den VAE zu eröffnen. Diese Konten werden in der Regel in Dirham oder US-Dollar geführt, EUR-Konten sind ebenfalls verfügbar. Der Eröffnungsprozess gilt als komplex und zeitaufwendig, insbesondere für Personen, die nicht vor Ort leben – gute Kontakte zu Großbanken helfen, diesen Prozess deutlich zu beschleunigen. Die einzelnen Schritte und Unterlagen haben wir im Detail in unserem Beitrag Kontoeröffnung in Dubai zusammengefasst.
Ein Punkt, der viele Unternehmer positiv überrascht: „Negativzinsen“ beziehungsweise Verwahrentgelte, wie sie in Deutschland zeitweise üblich waren, sind in Dubai unbekannt – je nach Kontowährung gibt es sogar positive Zinsen auf Guthaben.
Steuern sparen mit einer Firma in Dubai
Die zentrale Frage lautet meist: Lässt sich mit einer Firma in Dubai tatsächlich Steuern sparen? Grundsätzlich ja – allerdings ist die Rechtslage seit Einführung der Unternehmenssteuer 2023 differenzierter geworden. Der 0-%-Steuersatz existiert in den VAE weiterhin, ist aber kein Automatismus mehr, sondern ein Status, den man sich als sogenannter Qualifying Free Zone Person (QFZP) erarbeiten und jedes Jahr neu nachweisen muss2. Wer diese Bedingungen erfüllt, kann weiterhin von einer sehr attraktiven Steuerlast profitieren – der Weg dahin erfordert aber eine durchdachte Struktur von Anfang an. Einen vollständigen Überblick über Unternehmens-, Umsatz- und Kapitalertragsteuern liefert unser Beitrag Steuern in Dubai: ein umfassender Überblick.
Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG mitdenken
Für deutsche Unternehmer, die Anteile an einer Kapitalgesellschaft (z. B. GmbH) im Privatvermögen halten, ist zusätzlich die Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG relevant. Sie greift, wenn die Person in den letzten zwölf Jahren mindestens sieben Jahre in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig war und in den letzten fünf Jahren mindestens 1 % der Anteile an einer in- oder ausländischen Kapitalgesellschaft hielt. In diesem Fall unterstellt das Finanzamt einen fiktiven Verkauf der Anteile zum Marktwert am Tag des Wegzugs; der daraus resultierende Gewinn wird nach dem Teileinkünfteverfahren besteuert – effektiv mit rund 28,5 % des Wertzuwachses. Seit 2025 erfasst diese Regelung zudem auch ETF- und Fondsanteile im Privatvermögen, sofern deren Anschaffungskosten 500.000 Euro übersteigen (§ 19 Abs. 3 InvStG). Eine sorgfältige Planung vor dem Wegzug – etwa zu Bewertung, Ratenzahlung oder Beteiligungsstruktur – kann hier erhebliche finanzielle Unterschiede machen. Welche Gestaltungsmöglichkeiten es zur Vermeidung oder Reduzierung gibt, erläutern wir ausführlich im Beitrag Wegzugsteuer vermeiden sowie auf der PSK-Leistungsseite Wegzugssteuer & Exit Tax.
| Thema | Relevante Regel | Praxisfolge |
|---|---|---|
| Steuerstatus der Firma | Qualifying Free Zone Person, jährlich neu nachzuweisen | 0 % nur mit sauberer Struktur und Substanz |
| Geschäftsleitung | § 10 AO | Tagesgeschäft darf faktisch nicht aus Deutschland gesteuert werden |
| Anteile an Kapitalgesellschaft | § 6 AStG | Wegzugsbesteuerung bei ≥ 1 % Beteiligung und 7 von 12 Jahren unbeschränkter Steuerpflicht |
| Fondsanteile im Privatvermögen | § 19 Abs. 3 InvStG | Erfasst seit 2025 ab 500.000 € Anschaffungskosten |
Häufige Fragen zur Firmengründung in Dubai
Kann ich als Deutscher eine Firma in Dubai zu 100 % allein besitzen?
Ja. In den meisten Freezones und im Mainland-Bereich ist seit der Reform des Gesellschaftsrechts kein lokaler Partner mehr erforderlich. Entscheidend bleibt, dass die tatsächliche Geschäftsleitung nicht faktisch in Deutschland verbleibt.
Zahle ich mit einer Dubai-Firma automatisch 0 % Steuern?
Nein. Der 0-%-Satz gilt nur für qualifizierendes Einkommen einer Qualifying Free Zone Person und muss jährlich neu erfüllt und nachgewiesen werden. Ohne passende Struktur greift der reguläre Körperschaftsteuersatz von 9 % oberhalb des Freibetrags.
Löst der Umzug nach Dubai automatisch die Wegzugsbesteuerung aus?
Nur, wenn Sie Anteile ab 1 % an einer Kapitalgesellschaft halten und mindestens 7 der letzten 12 Jahre in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig waren. Ohne solche Beteiligungen greift § 6 AStG nicht.
Wie lange dauert die Eröffnung eines Firmenkontos in Dubai?
Je nach Bank und Geschäftsmodell zwischen wenigen Tagen und mehreren Wochen. Etablierte Bankkontakte und vollständige Unterlagen beschleunigen den Prozess erheblich.
Fazit: Individuelle Beratung ist unerlässlich
Die genannten Informationen bieten einen ersten Überblick, ersetzen aber keine persönliche und individuelle Beratung. Wie Steuerberater Paul Simon Kasper es formuliert: „Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen, hat auch das Recht, Steuern zu sparen.“ Für eine maßgeschneiderte Strategie zu Firmengründung, Kontoeröffnung und steuerlicher Absicherung stehen Ihnen AK VenturePath und die PSK Steuerberatung gerne zur Verfügung – vereinbaren Sie jetzt ein kostenloses Erstgespräch.
Stand der Rechtslage: 08/2026. Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Steuerberatung.
Paul Simon Kasper, Steuerberater und Stiftungsberater, Inhaber der PSK Steuerberatung
Paul Simon Kasper begleitet deutsche Unternehmer bei der steuerlich sauberen Strukturierung von Firmengründungen in den VAE – von der Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG bis zur Frage des Orts der Geschäftsleitung. Mehr über ihn auf LinkedIn und auf steuerberatung-psk.com/uber-uns.
1 Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung Nr. 184 vom 09.06.2026, Nettozuwanderung 2025 mit 235.000 Personen deutlich gesunken.
2 UAE Federal Tax Authority, Corporate Tax Guide on Free Zone Persons.

